Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Seit einigen Jahren bemühen sich die Arbeitsgemeinschaften der Notärzte und viele andere Fachorganisationen um die Verbesserung der Ausbildung der Notärzte. Ein Punkt in den dazu erarbeiteten Konzepte ist die Umwandlung der Fachkunde „Notfallmedizin“ in eine in der Weiterbildungsordnung verankerte Zusatzbezeichnung. Im Rahmen einer Konsensuskonferenz haben sich Fachleute aller Landesärztekammern auf eine entsprechende Vereinbarung geeinigt. Im Bereich der Arbeitsgemeinschaft der Südwestdeutschen Notärzte (AGSWN) wurde nun diese Zusatzbezeichung Notfallmedizin von den Landesärztekammern in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland zu Beginn diesen Jahres eingeführt. Im Saarland wurde durch die Kammerwahlen die Einführung für einige Monate verzögert, aber im Laufe der nächsten Monate soll dies ebenfalls erfolgen. 
Diese Zusatzbezeichnung Notfallmedizin basiert im wesentlichen auf den Vereinbarungen der Konsensuskonferenz. Eckpunkte dieser Zusatzbezeichnung Notfallmedizin sind: 

  • 30 Monate klinische Tätigkeit in einem Akutkrankenhaus, davon 6 Monate auf einer Intensivstation, einer Notfallaufnahmestation oder in einer Anästhesieabteilung unter der Leitung eines befugten Weiterbilders.
  • Nachweis eines Kataloges von technischen Fertigkeiten
  • Nachweis von 50 Einsätzen im Notarztwagen oder Rettungshubschrauber unter Anleitung eines erfahrenen Notarztes, die frühestens nach 18 Monaten klinischer Tätigkeit erfolgen können.
  • Teilnahme an den theoretischen Kursen über allgemeine und spezielle Notfallbehandlung von 80 Stunden (dieser Kurs kann auch erst nach 18 Monaten Tätigkeit begonnen werden).
  • Die Weiterbildung wird durch ein Fachgespräch vor der Ärztekammer abgeschlossen. Bis zum 31.3.2003 gelten Übergangsbestimmungen für Notärzte mit dem Fachkundenachweis Rettungsdienst, die regelmäßig am Rettungsdienst teilnehmen.

Mit der Einführung der Zusatzbezeichnung Notfallmedizin konnte ein weiterer Schritt zur Verbesserung der präklinischen Versorgungsqualität erreicht werden. 
Nähere Informationen erhalten Sie bei Ihrem Regionalbeauftragten.